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Die SSW 40

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Von Teresa / 29. November 2018
Der 10. Schwangerschaftsmonat

SSW 40 – Die Schwangerschaftswoche 40

Größe des Babys ca.  51 cm
also so lang wie

ein Kürbis

Gewicht

ca. 3.250-3.500 Gramm

Meilenstein

Nach dem berechneten Geburtstermin endet deine Schwangerschaft in dieser Woche. Dein Baby erblickt das Licht der Welt 🙂

Die Entwicklung des Babys in der 40. Schwangerschaftswoche

Es ist soweit! Nach der Berechnung endet mit dieser Woche deine Schwangerschaft! Dein Kind ist nun voll und ganz bereit dazu das Licht der Welt zu erblicken.

Der Kopf deines Babys ist das Körperteil, welches am meisten wiegt und den größten Durchmesser besitzt. Damit dieser gut durch den Geburtskanal hindurch kommt, schieben sich die Schädelplatten übereinander und sind demnach noch nicht miteinander verwachsen.

Der Geburtsvorgang ist auch für dein Baby anstrengend. Durch die Kontraktion der Gebärmutter bei den Eröffnungswehen wird es immer weiter nach unten Richtung Gebärmutterwand geschoben und schließlich durch den Geburtskanal gepresst. Nachdem es im Becken der Mama eine rechtwinklige Biegung durchschritten hat, schaut der Kopf des Babys raus und der erste Schrei deines Babys folgt. Zeitgleich dazu vollzieht es seinen allerersten eigenen Atemzug! Das Wunder ist vollbracht! Dein Kind ist auf der Welt! Der restliche Körper folgt meist automatisch und ohne große Anstrengung.

Zum Zeitpunkt der Geburt produzieren Babys so viele Stresshormone wie niemals wieder in ihrem Leben. Das Baby wird nun nicht mehr von der Plazenta versorgt. Die Stresshormone bewirken, dass alle Körperfunktionen eigenständig gestartet werden und weiter ablaufen, sodass das Baby ganz allein für sich sorgt.

Die Durchschnittsgröße von Neugeborenen liegt bei ca. 51 cm und das Gewicht bei circa 3,2 kg (Jedes Geburtsgewicht zwischen 2,5 und 3,9 kg gilt als gesund). Da im letzten Drittel der Schwangerschaft die Entwicklung jedes Babys individuell und unterschiedlich verläuft, handelt es sich nur um die durchschnittlichen Werte und die tatsächliche Größe und Gewicht deines Babys kann und wird ziemlich sicher davon abweichen.

Da der Milcheinschuss bei dir erst zwei bis vier Tage nach der Geburt stattfindet, sorgt dein Baby die ersten Tage selbst für sich. Es hat die nötigen Fettreserven dazu in den letzten Wochen angelegt.

Die Vormilch, die erste richtige Nahrung deines Kindes, ist besonders nährstoffreich und enthält viele Antikörper.

Falls noch keine Anzeichen spürbar sind, dass die Geburt losgeht, bleibe entspannt.  60 Prozent der Schwangerschaften finden erst nach dem errechneten Geburtstermin statt. Dein Baby entscheidet selbst zu dem für ihn perfekten Zeitpunkt, wann es zur Welt kommen möchte und zwar dann, wenn es komplett bereit dafür ist. Forscher haben herausgefunden, dass durch ein bestimmtes Eiweiß, welches produziert wird, wenn die Lungen komplett ausgereift werden, über eine Reaktionskette die Wehen eingeleitet werden.

Solange es deinem Baby in deinem Bauch gut geht, ist das das Wichtigste! Sollten Komplikationen auftreten, kann eine Geburt jederzeit künstlich in die Wege geleitet werden.

Was passiert im Körper der Mutter?

Auch wenn der errechnete Geburtstermin auf diese Woche fällt, muss das nicht heißen, dass dein Kind jetzt zur Welt kommt. Es handelt sich nämlich lediglich um eine Schätzung ausgehend vom ersten Tag deiner letzten Periode.  Da der Eisprung einer Frau jedoch nicht immer exakt zwei Wochen nach dem Beginn der Menstruation eintritt, kann es auch sein, dass sich der Geburtszeitpunkt deines Babys ein paar Tage nach hinten verschiebt. Als „übertragen“ gilt eine Geburt nach dem Ablauf von zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin.

Vorsorgeuntersuchungen

Ab dieser Woche findet in der Regel alle zwei Tage eine Untersuchung beim Frauenarzt ab. So lässt sich rechtzeitig erkennen ob eine künstliche Geburtseinleitung erforderlich ist. Er überprüft den Herzschlag des Babys, seine Lage, die Menge an Fruchtwasser, die Öffnung deines Muttermunds und deine Wehentätigkeit. Ist das Baby bis zum Ende der Woche nicht auf die Welt gekommen, finden sogar tägliche Behandlungen statt. Gegen Ende der Schwangerschaft besteht die Gefahr, dass das Baby durch die Plazenta nicht mehr so gut versorgt wird. Der Arzt könnte eine Unterversorgung bei den Untersuchungen feststellen und ggf. eine künstliche Geburt einleiten.

Viele Frauenärzte und Hebammen bieten Schwangeren in dieser letzten Phase zusätzlich an sie zu jeder Zeit bei Unsicherheiten, Ängsten und Fragen zu kontaktieren.

Anregungen und Tipps für die 40. SSW

Da es jeden Moment losgehen könnte, bleibe im Kontakt mit deinem Körper. Er wird dir klar signalisieren, wann es losgeht. Das bedeutet nicht, dass du den ganzen Tag über ruhig auf dem Sofa liegen musst und dich somit 24 Std am Stück in einer angespannten Warteposition befindet.

Gut ist auch, wenn du dich – insofern noch nicht geschehen – um die Vorbereitungen für das Wochenbett kümmerst. In unserem Artikel kannst du mehr dazu erfahren.

Mache das, was dir gut tut. Bleib entspannt und gelassen und gönne dir und deinem Körper ausreichend Ruhephasen, damit er die Möglichkeit hat seine Kraftspeicher aufzufüllen bevor der Geburtsprozess hervorsteht. Denn dieser erfordert von den meisten Mamas einiges an Kraft.

Ruhige Bewegungsformen wie Stretching oder Spazierengehen werden ebenso empfohlen, da so dein Organismus im Schwung bleiben kann und dies auch dazu beitragen kann, dass die Geburt eingeleitet wird.  Zudem können dadurch einige Schwangerschaftsbeschwerden gelindert werden. Ebenso helfen kann ein warmes Bad. Dieses kann sowohl wohltuend bei Schmerzen aufgrund von Übungswehen wirken, als auch das Eintreten der Eröffnungswehen unterstützen.

Die Wehen können jedoch aktiv nur gelockt werden, wenn dein Kind tatsächlich schon bereit ist auf die Welt zu kommen.

Hast du schon einmal von der Möglichkeit gehört dein Baby in einem Wasserbecken auf die Welt zu bringen? Diese sogenannte Wassergeburt kann viele Vorteile mit sich bringen- der Hauptaugenmerk: die Schmerzen bei der Geburt sind weniger stark, da die Wärme des Wasser zu einer höheren Elastizität des Geburtskanals führt und damit mehr Bewegungsfreiheit für das Kind entsteht.

Es gibt verschiedene Positionen um ein Kind auf die Welt zu gebären. Früher war es normal bei der Geburt zu liegen. Heutzutage weiß man, dass Geburten schneller und schmerzreduzierter ablaufen können, wenn sich die Frau währenddessen bewegt. Während der Austreibungsphase kann es helfen zu knien oder zu hocken. Probiere einfach aus, in welcher Position du dich intuitiv am wohlsten fühlst oder die Schmerzen am geringsten/ erträglichsten sind.

Bei deinem Geburtsvorbereitungskurs hast du sicherlich verschiedene Atemtechniken kennen gelernt, die dich während dem Geburtsprozess unterstützen können. Sie helfen dir dabei die Schmerzen zu reduzieren und trotz der großen Anspannung auf eine Weise entspannt und mit dir verbunden zu bleiben. Eigene Massagen und Wärmezufuhr von Außen können dir helfen dich von Verspannungen und Schmerzen zu befreien.

Treten sehr starke und kaum erträgliche Schmerzen während dem Geburtsprozess auf, kann eine Epiduralanästhesie eingesetzt werden. Diese kannst du auch während  der Geburt selbst einfordern und musst nicht darauf warten bis ein Arzt sie dir anbietet

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