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Die SSW 37

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Von Teresa / 29. November 2018
Der 10. Schwangerschaftsmonat

SSW 37 – Die Schwangerschaftswoche 37

Größe des Babys ca.  48,5 cm
also so lang wie

ein Mangold

Gewicht

ca. 3.000 Gramm

Meilenstein

Wenn dein Baby jetzt auf die Welt kommt, gilt seine Geburt als termingerecht.

Die Entwicklung des Babys in der 37. Schwangerschaftswoche

Verschiedene von außen sichtbare Anzeichen sprechen jetzt dafür, dass das Baby bereit ist auf die Welt zu kommen: der Haarflaum, die Lanugo-Haare, die als Schutz für die Babyhaut gedient haben, fallen immer mehr aus. Die Käseschmiere, eine weiße Substanz, die die Haut deines Babys vor dem Fruchtwasser geschützt hat, verschwindet ebenso immer mehr und seine Fingernägel sind über die Fingerkuppen hinausgewachsen.

Sowohl die Lanugo-Haare als auch die Käseschmiere werden im Fruchtwasser aufgenommen, im Darm gelagert und bilden zusammen mit anderen Partikeln aus dem Fruchtwasser den ersten Windelinhalt deines Babys nach der Geburt. Der erste richtige Verdauungsprozess findet nach der Geburt statt, wenn das Kind Muttermilch trinkt und somit seine erste eigene richtige Nahrung verstoffwechselt.

Anstatt dem Haarflaum wachsen jetzt auf dem Kopf vieler Babys bereits seine ersten normalen Haare. Diese werden ihm im Laufe seines ersten Lebensjahres wieder ausfallen. Die Farbe und die Dicke der Haare sagen nichts darüber aus wie die Haare deines Kindes für sein restliches Leben aussehen werden.

Wenn sich dein Baby bereits in die Startposition für die Geburt, also mit dem Kopf nach unten gedreht hat und in deinem Becken liegt, haben seine Beine und sein Po zum weiteren Wachsen noch genügend Platz.

Das Gehirn und der Schädel deines Babys werden ebenso noch weiter wachsen.

Die meisten Babys schlafen in den letzten Wochen im Bauch der Mama viel. Durch den beschränkten Platz im Bauch lassen auch seine Bewegungen immer mehr nach.

Die Fettpolster, die sich dein Baby in den letzten Wochen angelegt haben, bestehen vor allem aus braunem Fettgewebe mit vielen Mitochondrien. Sie dienen ihm zur Regulierung der Körpertemperatur und Energiegewinnung.

Was passiert im Körper der Mutter?

Die Geburt von Babys, die ab der 37. SSW geschieht, gilt als termingerecht. Es könnte also jeden Moment soweit sein, dass dein Baby den Weg aus deinem Bauch heraus antreten möchte oder aber auch noch ein paar Wochen dauern.

Dein Bauch ist sicherlich mittlerweile richtig groß und durch die starke Dehnung der Haut, kann diese jucken. Gegen das Jucken kann dir das Eincremen mit einem Öl oder eine Creme helfen (bei besonders starkem Jucken kann Apfelessig lindernd wirken)

Viele Frauen erfahren in der letzten Phase bevor ihr Säugling zur Welt kommt noch einmal einen richtigen Energieschub, der „Nestbauinstinkt“ setzt ein. Vielleicht fühlst du dich energiegeladen und bist voll motiviert dein eigenes Heim nochmal auf Hochglanz zu bringen bevor dein Nachwuchs dort einziehen wird.

Genauso kann es sein, dass dich Schwangerschaftsbeschwerden wie Schmerzen im Unterleib oder Übelkeit plagen. Diese treten bei Frauen am Ende der Schwangerschaft häufig auf, da der gesamte Organismus stark belastet ist.

Du brauchst dir keine Sorgen zu machen die Anzeichen deines Körpers überhören zu können, wenn dein Kind zur Welt kommen möchte. Verschiedene Signale zeigen dir klar an, dass es losgeht und die Geburt eingeleitet wird.

Bei einer Geburt handelt es sich auch nicht um ein einziges Ereignis, sondern um die Abfolge verschiedener Vorgänge: zuerst einmal kommt es zur Öffnung des Muttermundes. Er weitet sich bis zu einem Durchmesser von circa zehn cm, damit das Baby durch den Geburtskanal hindurch passt.

Vorwehen

Treten starke und regelmäßige Vorwehen auf, löst sich meist der Schleimpropf, welcher bis dahin den Muttermund verschlossen hat. Das führt in der Regel zu einem blutigen, schleimigen Ausfluss.

Verspürst du Wehen, die immer intensiver und in ihren Abständen kürzer werden, handelt es sich ziemlich wahrscheinlich um die Eröffnungswehen für die Geburt. Mit ihnen platzt in der Regel auch die Fruchtblase. Meist sind das keine großen Schwälle (wie man es aus Hollywood-Filmen kennt), sondern nur ein paar Tropfen. Bis die Geburt richtig losgeht, können noch einige Stunden vergehen. Also kein Grund zur Panik, tief durchatmen, vielleicht noch einmal eine Kleinigkeit essen, auf jeden Fall viel trinken und dann ganz entspannt auf den Weg in die Klinik machen.

Mit den Presswehen wird das Baby dann Stück für Stück durch den Geburtskanal geschoben. Die Mutter presst solange bis der Kopf des Babys den Weg nach draußen geschafft hat. Der Rest des Körpers folgt meist automatisch und mit weniger großer Anstrengung. Dein Baby ist da!! Juhuuuuuuuu, ihr habt es geschafft!

Anschließend wird noch deine Plazenta und Fruchtwasser ausgeschieden, begleitet von Wehen, die weniger intensiv sind. Man spricht hierbei von der Nachgeburt. Weitere Blutungen werden verhindert, in dem sich die Gebärmutter bei den Nachwehen zusammenzieht.

Vorsorgeuntersuchungen & Ultraschall

In den nun meist wöchentlich stattfindenden Untersuchungen kann dein Arzt überprüfen wie es deinem Baby geht, in welcher Lage es sich befindet und ob alles reibungsfrei verläuft. Er erfasst zudem, in welchem Zustand sich dein Muttermund befindet, wie weit er bereits geöffnet ist und kann dadurch (verbunden mit weiteren Anzeichen) ungefähr bestimmen, in welchem Geburtsstadium du dich befindest. 

Anregungen und Tipps für die 37. SSW

Überlege dir, welche Dinge dir jetzt besonders gut tun könnten: vielleicht ein Theaterbesuch mit deinem Freund oder ein Spaziergang in der Natur mit deiner besten Freundin?

Diese Dinge werden auf der einen Seite für Ablenkung sorgen und auf der anderen Seite, kann es vielleicht einige Zeit dauern bis du wieder in aller Ruhe Zweisamkeit mit deinem Partner oder deiner Freundin genießen kannst.

Dass der Geburtszeitpunkt immer näher rückt, zeigt sich bei vielen Schwangere (und ihr Umfeld) auch dadurch, dass immer mehr Anspannung und Unruhe auftritt, vor allem dann, wenn es sich um die erste Geburt handelt. Trete jederzeit entweder mit deiner Hebamme, deinem Arzt oder Mamas in deinem Umfeld in Kontakt um aufkommende Fragen oder Unsicherheiten zu klären.

Ist für den Zeitpunkt der Geburt bereits alles vorbereitet? Ist dein Klinikkoffer gepackt oder hast du, wenn du eine Hausgeburt planst, zu Hause bereits alles hergerichtet?

Das Trinken von Himbeerblättertee kann dazu führen, dass die Entbindung schneller abläuft. Er stärkt die Muskulatur der Gebärmutter und fördert gleichmäßige Wehen. Da es sich um ein natürliches Heilmittel handelt, wird empfohlen den Konsum vorher mit dem Arzt abzusprechen.

Eine wöchentliche Akupunkturbehandlung kann eine tolle unterstützende Geburtsvorbereitung darstellen. Sie kann dazu beitragen, dass sich der Muttermund und der Geburtskanal beim Einsetzen der Wehen leichter öffnen, in dem sie dadurch elastischer werden.

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