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Die SSW 36

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Von Teresa / 29. November 2018
Der 9. Schwangerschaftsmonat

SSW 36 – Die Schwangerschaftswoche 36

Größe des Babys ca.  47,5 cm
also so lang wie

ein Kohlkopf

Gewicht

ca. 2.700 Gramm

Meilenstein

Erblickt dein Baby jetzt das Licht der Welt, braucht es normalerweise keine spezielle medizinische Unterstützung um zu leben.

Die Entwicklung des Babys in der 36. Schwangerschaftswoche

Käme dein Baby jetzt auf die Welt, würde man noch von einem Frühchen sprechen. Es könnte in der Regel ohne weitere spezielle medizinische Betreuung überleben, denn seine Organe können eigenständig ihre Funktion ausüben. Die Lunge ist voll funktionsfähig und auch sein Immunsystem arbeitet eigenständig. Auch seine Temperatur kann dein Kind nun eigenständig regulieren.

Theoretisch ist mit dem Ende dieser Woche die Schwangerschaft abgeschlossen. Kommt ein Baby zwischen der SSW 37 und 41 auf die Welt, spricht man von einer termingerechten Geburt. Davor gilt es als Frühchen und alle Geburten, die nach der 41. Woche stattfindet, bezeichnet man als „übertragen“.

Bis dein Baby jedoch in der Regel tatsächlich das Licht der Welt erblicken wird, legt es sehr wahrscheinlich noch weiter an Gewicht zu. Aus den Fettpolstern gewinnt es die Energie, die es für die Geburt selbst und auch an den ersten Tagen nach der Geburt benötigt. Zudem spenden sie ihm Wärme außerhalb des Mutterleibs.

Dein Baby trinkt bis zu drei Liter Fruchtwasser pro Tag und bereitet damit seine Harnwege vor. Auch die Verdauung wird geübt, in dem der Darm abgestoßene Hautzellen, Lanugohaare und weitere Teilchen aus dem Fruchtwasser verstoffwechselt. All das zusammen wird den ersten Stuhlgang, das sogenannte „Kindspech“, deines Babys nach der Geburt bilden

Was passiert im Körper der Mutter?.

Die meisten Babys haben sich mittlerweile vor allem dann, wenn sie das Erstgeborene sind, in die Startposition für die Geburt gebracht. Sie sind runter ins Becken gerutscht mit dem Kopf nach unten. Dieser Vorgang wird oft von Senkwehen begleitet, bei welchen durch die Kontraktion der Gebärmutter das Baby in die richtige Position geschoben wird. Bist du bereits Mama eines oder mehrerer Kinder, kann es gut sein, dass sich dein Baby für diese Drehung noch bis zur 40. SSW Zeit lässt oder sich sogar erst dann dreht, wenn die Geburtswehen eintreten.

Die äußere Form deines Bauches verändert sich mit diesem Vorgang: nach oben hin ist er dann flacher und nach unten hin voller und runder. In dieser Woche erreicht deine Gebärmutter übrigens ihre maximale Größe. Der obere Rand liegt nun etwa am oberen Rippenbogen an.

Wenn dein Baby sich in die Startposition für die Geburt gebracht hat, fällt dir das Atmen jetzt bestimmt wieder leichter und auch dein Magen erfährt dadurch Entlastung.

Der Druck auf deine Blase wird jedoch durch die neue Liegeposition des Babys in der Regel verstärkt und das kann dazu führen, dass du öfter auf Toilette gehen musst. Durch den Druck des Kopfes deines Babys auf deinen Beckenboden, könnte Sitzen für dich unbequem sein. Manche Frauen empfinden nun das Gehen als unangenehmer, denn das Gefühl ihr Baby könne herausrutschen, begleitet sie.

Der Platz in deinem Bauch wird für dein wachsendes Baby nun immer weniger. Dies schränkt dein Baby in seiner Bewegungsfreiheit zunehmend mehr ein. Mache dir deswegen keine Sorgen, wenn du bemerkst, dass die Bewegungen deines Babys sich verändern und nachlassen. Wenn dein Baby einmal strampelt und austritt, dann stößt es damit sehr wahrscheinlich gegen deine Rippen oder deine Lunge. Das könnte dir weh tun und unangenehm sein. Vielleicht entschädigt dich dafür der lustige Anblick deines Bauches, wenn dein Kind seinen Po oder seine Knie nach außen stemmt. Und mache dir bewusst, dass du dich im Endspurt deiner Schwangerschaft befindest und alle Unannehmlichkeiten bald mit dem schönsten Geschenk des Lebens belohnt werden!

Vorsorgeuntersuchungen

Ab der 36. SSW wollen die meisten Frauenärzte eine Schwangere wöchentlich sehen. Das Blut und der Urin werden untersucht und eine ganzheitliche gynäkologische Untersuchung wird durchgeführt.

Wenn du bei einer Ultraschalluntersuchung bist, lässt sich dein Baby nun gar nicht mehr ganz abbilden. Es ist mittlerweile zu groß dafür geworden. Dafür kannst du Details wie seine Füßchen oder Hände betrachten, was dich bestimmt genauso faszinieren und begeistern wird. Die Lage deines Babys wird per Tasten überprüft und in den Mutterpass eingetragen, damit alle Beteiligten bei der Geburt über die Lage des Kindes Bescheid wissen.

Mit den wöchentlichen Vorsorgeuntersuchungen kann dein Frauenarzt sicherstellen, dass alles reibungsfrei verläuft und deiner Geburt ohne Komplikationen nichts im Wege steht.

Falls sich dein Baby so kurz vor dem Geburtstermin noch immer nicht in die Kopflage gebracht hat, gäbe es auch verschiedene äußere Methoden, die der Arzt oder die Hebamme durchführen können. Wie bereits erwähnt, warten manche Kinder warten auch bis kurz vor der Geburt auf die Drehung, vor allem wenn es sich nicht um das Erstgeborene handelt.

Mache dir also keine Gedanken, entspanne dich und vertraue: alles wird gut werden und deine Hebamme und Arzt stehen dir jederzeit zur Seite!

Anregungen und Tipps für die 36. SSW

Durch die Mehrbelastung deines Beckens können dir regelmäßige Dehnungsübungen gut tun. Anstatt dich bei verschiedenen Tätigkeiten hinzusetzen, kannst du das nächste Mal einfach in die Hocke gehen. Das führt zu einer Lockerung der Beckeninnenseite und des Gewebes um die Scheide.

Zusätzlich kann es dir gut tun im Schwimmbad ganz gemütlich ein paar Bahnen zu ziehen. Im Wasser wirst du das Gefühl von Leichtigkeit erfahren und dich vom Wasser tragen lassen.

Mit regelmäßigen Damm-Massagen in den letzten Schwangerschaftswochen kannst du die Gefahr eines Dammrisses vermindern. Dadurch wird das Dammgewebe flexibler und die Durchblutung in diesem Bereich angeregt. Hebammen empfehlen vor den Massagen, die sowohl äußerlich als auch innerlich durchgeführt werden sollten, ein warmes Bad zu nehmen.

Schaffe dir immer wieder Zeiten um dich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Vielleicht entspannt es dich klassische Musik oder Mantras zu hören oder du versuchst es mit autogenemen Training oder einer Meditationstechnik? Eine tolle Möglichkeit ist auch, mit Visualisierung und Affirmationen zu arbeiten. Lese gerne auch unsere Tipps und Anregungen, wie du dich ganzheitlich auf die Geburt vorbereiten kannst. 

Falls du dir als Erinnerung an deine Schwangerschaft einen Gipsabdruck erstellen möchtest, wäre jetzt der optimale Zeitpunkt dafür.

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