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Die SSW 35

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Von Teresa / 29. November 2018
Der 9. Schwangerschaftsmonat

SSW 35 – Die Schwangerschaftswoche 35

Größe des Babys ca.  46,5 cm
also so lang wie

eine Honigmelone

Gewicht

ca. 2500 Gramm

Meilenstein

Dein Baby könnte als „spätes Frühchen“ ganz „normal“ auf die Welt kommen. Das Immunsystem deines Babys ist funktionsfähig. 

Die Entwicklung des Babys in der 35. Schwangerschaftswoche

Dein Baby legt weiterhin fleißig an Gewicht zu. Mit den dadurch entstehenden Fettschichten unter der Haut sorgt es für die Tage nach der Geburt vor. Tag für Tag lernt es seine Körpertemperatur besser zu regulieren.

Ein weiterer sehr wichtiger Schritt für ein gesundes Leben außerhalb deines Bauches ist die eigenständige Funktionsfähigkeit des Immunsystems deines Kleinen. Ab der 35. SSW ist dieses imstande Antikörper auf fremde Keime zu bilden.

Wenn du dein Kleines stillst, sorgen von dir gebildete Antikörper, die über die Muttermilch zu deinem Baby gelangen, für seine Gesundheit. Die eigene Entwicklung von Antikörpern gegen die verschiedensten Krankheitserreger ist ein Prozess, der sich über die ersten Lebensjahre erstreckt. Aus diesem Grund ist die Anfälligkeit für Infektionen bei Kleinkindern auch noch besonders hoch.

Die Nieren deines Babys sind nun auch vollständig entwickelt und die Leber hat bereits mit der Verarbeitung von Giftstoffen gestartet. Aus Hautzellen, Schleimhautzellen, Haaren, Käseschmiere und Galle bildet sich im Darm deines Babys der sogenannte „Kindspech“. Das wird innerhalb seiner ersten beiden Lebenstage der Inhalt seines ersten Stuhlgangs sein. Da dein Baby viel Fruchtwasser trinkt, ist sein Magen mit Wasser gefüllt. Damit trainiert es sein Verdauungssystem.

Der Greifreflex deines Babys ist nun ausgeprägt und es kann mit seiner Hand fest zupacken (ganz früher war dieser überlebensnotwendig, damit sich die Babys durchs Einkrallen im Fell der Mama festhalten konnten). Selbst wenn in deinem Bauch nicht mehr viel Platz ist, arbeitet dein Baby weiter an der Koordination seiner Bewegungen.

Spannend ist auch, dass Studien zufolge Babys in der 35. SSW bereits sehr intensive Träume haben. Wovon dein Baby wohl nachts träumt? 😉

Was passiert im Körper der Mutter?

Dein Uterus und dein Unterleib dehnen sich aus und werden dadurch dünner und lichtdurchlässiger. Dadurch kann sich nun auch bei deinem Kind im Bauch ein Tagesrhythmus einstellen.

Dein Uterus ist nun vor allem von deinem Baby ausgefüllt. Dein Bauchnabel ist gewachsen und ragt bei den meisten Schwangeren nach vorne raus.

Da die Oberseite deines Uterus bis hoch zu den Rippen reicht, kann dir das Atmen schwerer fallen. Wenn du dich vorsichtig im Vierfüßlerstand hinkniest, kannst du mehr Luft bekommen und freier atmen.

Die Gelenke deines Beckens bereiten sich auf die Geburt vor und werden hormonell und mithilfe deines Babys geweitet. Das kann zu leichten Schmerzen oder Ziehen und Spannen in diesem Bereich führen.

Eine unangenehme Begleiterscheinung dieses Vorgangs, kann eine Blasenschwäche sein. Dann kann es beim Lachen oder Husten schon mal vorkommen, dass Urin austritt. Um unangenehme Folgen zu vermeiden, nimm einfach eine Slipeinlage.

Der steigende Druck auf deine Blase kann zudem dafür sorgen, dass du häufiger auf Toilette gehen musst. Achte dennoch darauf genügend zu trinken, dass du und dein Baby ausreichend mit Flüssigkeit versorgt seid.

Auch andere Schwangerschaftsbeschwerden können im Schwangerschaftsendspurt vermehrt auftreten (wie Rückenschmerzen, Kreislaufprobleme, Wassereinlagerungen)

Bedenke, was dein Körper gerade alles leistet und wie viel mehr an Gewicht du jeden Tag mit dir herumträgst.

Vorsorgeuntersuchungen

Um auf der ganz sicheren Seite bis zum Geburtszeitpunkt zu sein, kann es sein, dass dein Arzt nun jede Woche überprüfen will ob es dir und deinem Baby im Bauch gut geht.

Anregungen und Tipps für die 35. SSW

Mit regelmäßigen Damm-Massagen mit einem natürlichen Öl kannst du der Gefahr eines Dammrisses bei der Geburt entgegenwirken. Denn diese sorgen, sowohl äußerlich als auch innerlich (vaginal) angewandt, für elastischeres Gewebe zwischen deinem Scheidenausgang und After.

In dem du dich ausgewogen und gesund ernährst, versorgst du deinen Körper mit allem was er braucht um genügend Kraft und Energie für alles bereitzustellen, was er gerade leistet.

Kümmere dich auch um dein seelisches Wohl und verabrede dich doch mit einer deiner liebsten Freundinnen um dir alles von der Seele reden zu können, was dich gerade beschäftigt. Oder es tut dir gut, dich durch ihre Geschichten von deinen eigenen vielleicht intensiven Prozessen in der Endphase der Schwangerschaft ablenken zu lassen und auf andere Gedanken zu kommen.

Meditation oder Atemübungen können dir auf allen Ebenen zu mehr Entspannung verhelfen. Im Internet gibt es zahlreiche Anleitungen oder auch Apps auf dem Handy können dich dabei anleiten. Oder du setzt dich einfach an einen schönen Platz in der Natur, lauscht den Geräuschen um dich herum (Vogelgezwitscher, Bachrauschen) und kannst dabei von deinen Alltags-Baby und Schwangerschafts-Gedanken abschalten.

Verschiedene Arten von Wehen

Im Laufe deiner Schwangerschaft wirst du verschiedene Arten von Wehen durchleben. Die Vor- oder Übungswehen, welche ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat auftreten, stellen eine Vorbereitung deines Uterus auf die Geburt dar. Mit den Senkwehen bringt sich das Baby in die Geburtsstart-position: mit seinem Kopf nach unten in das Becken der Mama. Diese Wehen können sich ähnlich wie Krämpfe während einer Menstruation anfühlen.

Frühwehen können in jeder Phase der Schwangerschaft auftreten. Treten diese mehr als drei Mal in einer Stunde auf und sind von einem wässrigen oder blutigen Ausfluss begleitet, mache dich schnellstmöglich auf den Weg zu deiner Hebamme oder Frauenarzt. Denn sie könnten ein Anzeichen für eine Fehl- oder Frühgeburt sein.

Treten die Eröffnungswehen für die Geburt ein, kontrahiert sich die Gebärmutter in regelmäßigen Abständen. Die Abstände zwischen den Wehen reduzieren sich von anfangs zehn auf zwei Minuten und weniger. Die Intensität nimmt jedoch von Wehe zu Wehe zu.

Die Eröffnungswehen bewirken die Weitung des vorher noch geschlossenen Muttermunds auf einen Durchmesser von ungefähr zehn cm. Das Baby kann dann in Begleitung der Presswehen durch den Geburtskanal nach außen geschoben werden. Sobald sich der Kopf des Babys im Außen befindet, ist die anstrengendste Phase der Geburt überstanden! Der Rest des Körpers folgt meist einfach und ohne Probleme. Mit den Nachwehen, welche circa 10- 15 Minuten andauern und weniger intensiv als die Geburtswehen sind, wird dann noch die Plazenta aus dem Mutterleib gestoßen.

Wenn das Baby gleich im Anschluss gestillt wird, kann eine starke Nachblutung durch das Zusammenziehen der Gebärmutter verhindert werden.

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