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9 Tipps für eine gesunde und glückliche Schwangerschaft

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9 Tipps fuer eine glueckliche Schwangerschaft

Endlich, du bist schwanger! Damit die Schwangerschaft so gesund und glücklich wie nur möglich verläuft, gibt es hier 9 Tipps, die dir dabei helfen:

1. Triff Vorbereitungen rechtzeitig

Neun Monate. Hört sich lange an, aber irgendwie ist der Tag der Geburt manchmal dann doch schneller da als gedacht oder zumindest was Vorbereitungen betrifft. Geburtsvorbereitungkurs, Hebamme, Geburtsort & Co. Das Alles sind Dinge, die du schon im Anfangsstadium der Schwangerschaft angehen kannst. Dann musst du dich später nicht mehr kümmern und hast Zeit und einen freien Kopf, um die Schwangerschaft zu genießen und dich auf die Geburt vorzubereiten.

2. Höre auf deinen Körper und vertraue

Von überall her wirst du vermutlich mit gut gemeinten Tipps versorgt und gewisse Punkte sollte man auch in jedem Fall befolgen. Aber genauso wichtig ist es auch, auf deinen eigenen Körper zu hören und ihm zu vertrauen. Wir neigen dazu, die Informationen von Außen wichtiger zu nehmen als die, die aus unserem Inneren kommen. Deine Schwangerschaft ist einzigartig. Du und dein Baby sind einzigartig.

Nimm dir daher in der Schwangerschaft immer wieder ganz bewusst Momente, in denen du in dich spürst. Übe dich daran, auf deinen Körper zu hören und den Signalen Bedeutung zu schenken. Wenn du müde bist, gönne dir ein kleines Nickerchen. Passe die Tätigkeiten deiner körperlichen Verfassung an. Achte auf Pausen und Entspannung, wenn dein Körper danach fragt. Spüre immer wieder in dich hinein und nimm deinen Körper bewusst war. Fühle, was gut für dich ist.

Tipp: Bücher, Erfahrungen anderer Mütter und all die “so-soll-das-normalerweise-sein-Informationen” sind gut zur Orientierung und das eigene Erleben einzuordnen. Soweit so gut. Bemerkst du aber, dass das Vergleichen dir nicht guttut, kannst du dir wieder bewusst machen: Es gibt keine Standard-Schwangerschaft. Sie ist individuell und einzigartig.

3. Bleibe aktiv und in Bewegung

Das kräftigt nicht nur deinen Körper und stärkt ihn für die Anstrengungen der Schwangerschaft und Geburt, sondern hat auch sonst viele positiven Auswirkungen. Der Kreislauf bleibt in Schwung, das Immunsystem wird gestärkt, die Beinvenen werden bei ihrer Arbeit unterstützt, die Atmung gestärkt und darüber hinaus wirkt Sport in der Schwangerschaft  sich auch positiv auf die psychische und emotionale Verfassung aus. Es ist die beste Voraussetzung, um auch nach der Geburt wieder gut in Form zu kommen.

Aktiv zu bleiben bedeutet aber auch, weiterhin die Dinge zu tun, die du sonst gerne machst, insofern sie nicht deinem Baby schaden und du dich in der Verfassung dazu fühlst. Bald schon wirst du noch mehr Aufmerksamkeit für dein Neugeborenes brauchen und dich selbst automatisch hinten an stellen. Nutze die Zeit in der Schwangerschaft, um etwas für dich (bzw. euch) zu tun. Mache Sachen, die dir Freude bereiten oder probiere Neues aus, wie zum Beispiel Schwangerschafts-Yoga.

Tipp: Trainiere deinen Beckenboden (regelmäßig) mit speziellen Übungen für die Schwangerschaft, um ihn schon jetzt zu stärken.

4. Achte auf eine gute Ernährung

Eine gesunde Ernährung in dieser Zeit ist abwechslungsreich, ausgewogen und auf die Schwangerschaft abgestimmt. Sie besteht aus möglichst vielen frischen und natürlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, denn dadurch wirst du mit vielen unterschiedlichen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt, die dein Körper und dein Baby brauchen. Deine Ärztin, Hebamme oder ggf. ein Ernährungsberater können dir helfen, den perfekten Ernährungsplan für dich zu erstellen.

Wichtig ist auch, täglich ausreichend Wasser zu trinken.

5. Nimm Folsäure ein

Folsäure ist für das Baby lebenswichtig, weil sie verhindern kann, dass es zu Fehlbildungen der Nervenbahnen oder der sog. Spina bifida kommt. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe kannst du ganz einfach über die Nahrung aufnehmen, aber bei Folsäure raten Experten zu einer zusätzliche Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel, um den gerade zu Beginn der Schwangerschaft verdoppelten Bedarf zu decken. Dazu sprichst du am besten mit deinem Arzt.

6. Alltagsdrogen sind Tabu

Zu den gängigen Alltagsdrogen zähle ich Alkohol und Tabak, deren Konsum in der Schwangerschaft gänzlich vermieden werden muss. Sie können schwere Schäden anrichten und Rauchen birgt beispielsweise ein erhöhtes Risiko von Fehl- oder Frühgeburten. Bei Koffein sind sich Wissenschaftler nicht einig, aber er sollte auf jeden Fall bewusst konsumiert und reduziert werden. Wenn du Koffein gänzlich weglässt, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

7. Nimm Körperliche Veränderungen an

Dein Körper wird sich im Verlauf der Schwangerschaft verändern. Dein Bauch wird runder, deine Brüste voller, der Zeiger auf der Wage steigt zunehmend in die Höhe, weiche Rundungen bilden sich und vielleicht auch die ersten Schwangerschaftsstreifen. Manchen Frauen macht das zu schaffen – auch, wenn sie wissen, dass es der „Preis“ für etwas Wundervolles, ja sogar das Schönste überhaupt ist: ein neu entstehendes Leben wächst in ihnen heran. Es gehört dazu. Dennoch fällt es nicht immer leicht, die Rundungen und körperlichen Veränderungen anzunehmen.

Schenke dir selbst und deinem Körper bewusst und achtsam Zuwendung und liebevolle Worte. Sage dir selbst, dass du deinen schwangeren Körper bewunderst, anerkennst und liebst. Stelle dich dazu vielleicht auch nackt vor den Spiegel und betrachte dich durch die Augen der Liebe. Schenke dir selbst Dankbarkeit, Wertschätzung und Fürsorge. Verwöhne deinen Körper und sorge gut für ihn. Lege dir Kleidung zu, in denen du dich wohl fühlst und vor allem: erkenne die Schönheit deines (schwangeren) Körpers. Er ist ein Geschenk. Ein Wunder, weil er ein neues Leben in sich trägst. Und du bist wunderschön so wie du bist – mit dem Wunder in dir.

8. Achte auf deine Bedürfnisse

Ich glaube, dass es immer wichtig ist, seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und für sie zu sorgen, aber noch wichtiger ist es wohl in der Schwangerschaft. Du brauchst jetzt auch Zeit, dich auf die Veränderungen einzustellen und auch deine Bedürfnisse werden sich verändern.

Das Wahrnehmen der Bedürfnisse geht Hand in Hand mit “Annahme” und “Akzeptanz” – von der ich gerade schon im Bezug auf den Körper geschrieben haben. Ähnlich verhält es sich auch mit den Bedürfnissen. Wir dürfen lernen, sie wahrzunehmen, aber auch anzunehmen und zu akzeptieren. Auch, oder gerade dann, wenn das Bedürfnis nicht unserer Wunschvorstellung entspricht. Beispiel: du möchtest eigentlich die aktive Schwangere sein, fühlst dich aber super erschöpft und ständige müde. Nur, wenn wir unser wahres Bedürfnis erkennen und annehmen, können wir Wege finden, um gut für uns zu sorgen und uns selbst gut fühlen zu lassen.

Von nun an wird dich die Aufgabe begleiten, das, was du brauchst in Einklang zu bringen mit dem, was das Baby braucht. Vielleicht fragst du dich ständig, was jetzt gut für das Baby sei, aber was du bei der Antwort nicht vergessen solltest: Alles, was dir gut tut (und euch beiden nicht schadet), tut auch dem Baby gut. Es ist also wichtig, auf die deine Bedürfnisse  einzugehen und im achtsamen Umgang mit dir selbst zu sein, um euch beiden etwas Gutes zu tun. Es hilft keinem, wenn du dich immer hinten anstellst und deine Bedürfnisse vollständig über Bord wirfst. Du wirst gebraucht und deswegen ist es so wichtig für das zu sorgen, was du brauchst, damit es dir gut geht. Wenn du das bereits in der Schwangerschaft so machst, wird es dir auch viel leichter fallen, sobald dein Baby auf der Welt ist.

9. Sei achtsam und im Hier und Jetzt

Im Hier und Jetzt sein. Den gegenwärtigen Moment (er-)leben. Das, was ist genießen.

Es ist so leicht, sich permanent Gedanken darüber zu machen, wie es wohl sein wird, wenn das Kleine da ist. Hier, bei dir. Außerhalb von deinem Bauch. Diese Gedanken und die Vorfreude sind wunderschön, aber in den Momenten, in denen wir in der Zukunft sind, können wir nicht im gegenwärtigen Moment sein und diesen genießen. Und dann sind ja auch noch die Dinge, die erledigt werden müssen… Mache es dir am Besten zur Gewohnheit, dir täglich bewusste Genussmomente zu kreieren, in denen du die Schwangerschaft, dein Baby und jeden Schritt der Entwicklung mit Dankbarkeit und Freude wahrnimmst. Vielleicht magst du ja auch täglich dokumentieren, wie du die Schwangerschaft erlebst und dein eigenes Schwangerschaftsjournal schreiben.

Finde regelmäßig Zeit für Momente der Stille und Präsenz, in denen du deine Hände auf deinen Bauch legst und dich mit deinem Baby verbindest.

Extra-Tipp: Positive Gefühle durch positive Gedanken

Unser Verstand hat so einen starken Einfluss darauf, wer wir sind, was wir machen, wie wir (uns) fühlen und er-leben. Auch in der Schwangerschaft wird es beeinflussen, wie du sie und die Veränderungen wahrnimmst und erlebst. Und wie du dich fühlst.

Unsere Gedanken sind sehr kraftvoll und das kannst du ganz bewusst und aktiv in der Schwangerschaft nutzen. Du kannst dich in positive Gefühle versetzen, in dem du positive Gedanken denkst. Das brauchst manchmal ein bisschen Übung, aber es funktioniert. Eine Möglichkeit ist beispielsweise mit Affirmationen und Visualisierung zu arbeiten.

In diesem Sinne: Eine glückliche, gesunde Schwangerschaft an alle schwangeren Frauen und die, die es noch werden.

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