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Die Suche nach dem richtigen Babynamen – Teil 1

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Von Susann / 11. Oktober 2018
Werde-Mama-Kolumne

Seinem Kind einen Namen in Zeiten des Kevinismus und Chantalismus zu geben, ist schon eine ernste Aufgabe. Nicht selten können wir die sonderbarsten Namen an den Heckscheiben einiger Autos lesen. Fakt ist, dass für alle Eltern das eigene Kind das ganz Besondere ist und nun auch einen besonderen Namen erhalten muss.

Ein Freund nannte seine Tochter, die bereits ein Jahr alt ist, Emma und war damit der Meinung, ihr einen besonders außergewöhnlichen Namen gegeben zu haben. Ich habe mir damals verkniffen, ihm zu sagen, dass dieser Name in den meisten Mädchen-Namen-Rankings ganz weit oben steht. Soll er sie doch so nennen. Emma ist zwar nicht der außergewöhnlichste, aber ein sehr schöner Name, einfach auszusprechen und jeder kann ihn schreiben.

Wo wir auch schon bei meinen ganz persönlichen Kriterien wären, nach denen ich den Namen für mein Kind auswählen möchte. Wie nenne ich den Menschen, der mir das Allerliebste auf der Welt ist?

Einen Namen trägt man für immer und der Mensch, der ihn trägt, wird an der Entscheidung nicht beteiligt. Man möchte es seinem Kind ja nicht unnötig schwer machen. Ein Kevin, ein Ronny oder eine Chantal, sowie auch beispielsweise ein Saymen-Travis oder  eine Stacy Carina haben es oft nicht ganz leicht. Denn auch wenn es heißt: „ Don´t judge a book by its cover“, so schließen doch, meist ganz unbewusst, die meisten vom Namen auf den Charakter oder Bildungsstand der Person, die ihn trägt. Und da hat jeder seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht.

In meinem Beruf als Lehrerin bin ich unbewusst den ganzen Tag damit beschäftigt, Gesichtern Namen zuzuordnen und umgekehrt. Am Anfang eines jeden Schuljahres ist es stets eine meiner Aufgaben, neue Schüler und somit auch neue Namen kennen zu lernen. Dabei reichen die Namen von wunderschönen Klassikern bis zu nahezu unaussprechlichen Exoten. Weder ich konnte anfangs mache Namen richtig vorlesen, noch die Kinder ihre Namen selbst richtig aussprechen geschweige denn schreiben.

Übrigens sind der eigene Name, sowie auch Mama und Papa, die ersten Wörter, die die Kinder meist noch vor dem Schulanfang schreiben können. Aber wenn man dann beispielsweise Melvin-Jermaine oder Bellaphina Kulabako (die Namen habe ich im Übrigen im Buch „Chantalismus – Achtung Kinder mit schlimmen Namen an Board“ gefunden) mit Vornamen heißt, dann wird das Namenschreiben zur großen Herausforderung – und das nicht nur beim Kind. Armes Kerlchen, denke ich mir dann oft.

So stand für mich schnell fest, dass mein Kind einen Namen bekommen soll, den jeder schreiben und aussprechen kann. Auch die Urgroßeltern. Gerade hier in Sachsen klingen vor allem englischsprachige Namen zuweilen sehr lustig, wenn sie von der älteren Generation, am besten noch im tiefsten Sächsisch, ausgesprochen werden. Trotzdem sollte der Name für uns etwas besonderes sein und es wäre natürlich schön, wenn nicht auch noch vier andere Kinder in der Kindergarten-Gruppe oder in der Klasse auch so heißen. Ich hatte damals in der Grundschule noch drei anderen Namenvetterinnen in der Klasse. War echt nicht so toll.

Nun hatte ich eine Liste mit Namen. Sie war echt lang, bestimmt an die 50 Namen. Doch leider gefiel kein einziger davon meinem Mann. Ich beschloss die ganze Sache einmal umzudrehen und ihn Vorschläge machen zu lassen. Aber mir ging es nicht anders als ihm mit mir. Mir gefiel kein einziger Name. Kopfschütteln auf beiden Seiten.

Also ging die Suche für uns erstmal weiter…..

 

Hinterlasst doch gern einen Kommentar: Wie seid ihr bei der Suche nach dem richtigen Namen für euer Kind vorgegangen?

1Kommentar
Babyphone Ratgeber - 11. Oktober 2018

Oh wow! Das wusste ich noch garnicht, großes Dankeschön für diesen tollen Artikel!

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