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Strahlend schön in der Schwangerschaft ? Von wegen!

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Von Susann / 24. August 2018
Werde-Mama-Kolumne

Ja ich weiß, man sollte sich von den Fotos mancher Frauen auf Instagram nicht in die Irre leiten lassen und sie eins zu eins für bare Münze nehmen. Aber seien wir mal ehrlich. Wir alle vergleichen uns tagtäglich mit anderen. Und selbst wenn es die Frau ist, die wir gestern noch waren. Es gehört einfach dazu sich mit anderen zu vergleichen. Und die, die sagen, dass sie es nicht tun, machen es eben unbewusst, aber sie tun es.

Dabei vergleichen wir uns oft mit Personen, mit denen wir etwas gemeinsam haben, wie zum Beispiel die Lebensumstände, das Alter, ähnliche Fähigkeiten oder ähnliche Interessen und Meinungen. Seit einigen Wochen folge ich auf Instagram verschiedenen Seiten zum Thema Schwangerschaft. Darunter sind Seiten, die schwangere Frauen in zauberhaften Kleidern zeigen, oder in sexy Bademode, auf Babyparties oder in perfekt eingerichteten Kinderzimmern. Ich liebe es diese wunderschönen Frauen auf diesen klasse Fotos anzuschauen, jedoch setzte es mich schon ein bisschen unter Druck. Ich dachte Wow, hat die aber eine tolle Haut und was sind das für tolle Beine in diesen Pumps…

Die Wahrheit ist nämlich, dass ich nicht nach strahlender Schwangerschaft aussah, sondern eher wie ein Klischee eines pickeligen Teenagers. Fehlte nur noch die Zahnspange und das Bild wäre perfekt. Die Pickel beschränkten sich dabei nicht nur auf mein Gesicht, sondern verteilten sich auch auf den Rücken, Schultern und vor allem mein Dekolleté. Zudem passte ich jetzt schon nicht mehr in die meisten meiner Schuhe, da ich relativ schnell Wassereinlagerungen in meinen Füßen hatte. Ich konnte nur hoffen, dass meine Haut am Bauch nicht völlig kaputt geht.

Doch was tun, damit man das Erscheinungsbild ein wenig aufhübschen kann und man den Rest der Schwangerschaft nicht im Rollkragenpulli verbringen muss. Zu „scharfe“ Produkte wagte ich mir nicht zu nehmen, aus Angst, dass das Baby etwas von den chemischen Inhaltsstoffen nicht vertragen könnte. Manche Cremes konnte ich ehrlich gesagt zu dieser Zeit auch wirklich nicht riechen. Ich mied vor allem Pflegeprodukte, die Alkohol und Parfum enthielten.

In Schwangerschaftsratgebern wird man schnell fündig, wie man mit wenigen natürlichen Produkten aus Obstkorb und Küchenschrank den Pickelchen an den Kragen gehen kann. Vor allem Zitrone half mir gut durch diese Zeit. Ich tupfte abends vor dem Zubettgehen ein wenig auf die betroffenen Stellen. Tagsüber deckte ich alles mit einem pflegenden Make-up ab. Es wären nämlich nicht nur die Pickelchen, die mich störten. Seit einigen Wochen kamen in meinem Gesicht hormonbedingt auch Pigmentflecken hinzu.

Auch bei meiner Zahnpflege haben ich Änderungen vornehmen müssen, da durch die stärkere Durchblutung des Zahnfleisches und dem hormonell bedingten höheren Säuregehalt im Mund, mein Zahnfleisch oft entzündet war. Eine weiche Zahnbürste und eine Zahnpasta, die das Zahnfleisch pflegt, haben da schnell geholfen.

Ach ja, die Hormone, die Hormone…. Dann wäre da noch die Sache mit – na klar- dem Bauch! Ab wann beginnt man denn nun mit dem täglichen Eincremen des Bauches? Hilft es überhaupt? Und wenn ja, was nimmt man da am besten? Pflegeöl, Creme, Lotion oder doch lieber ein Gel? Ich probierte alles aus. Ich muss sagen, dass ich kein Fan von den reinen Pflegeölen bin. Sie riechen schnell ranzig. Vor allem die Kleidung wird den Geruch des Öls selbst nach dem Waschen nicht los. Auch einige parfumfreie Cremes riechen schnell ranzig an der Haut und den Kleidern. Sehr gut kam ich mit einer Pflegelotion für den Babybauch klar. Sie lässt sich ganz einfach wie eine herkömmliche Bodylotion auftragen und hinterlässt keinen unangenehmen Geruch. Als ich dann später einen riesigen Bauch hatte, über den sich die Haut wie Pergament spannte, benutzte ich eine Mischung aus Gel und Pflegeöl aus einer Tube, welches man mithilfe von kleinen Pflegeperlen am Tubenkopf sparsam und gleichmäßig in kreisenden Bewegungen auftragen und einmassieren konnte.

Jetzt im Nachhinein, bin ich froh, dass ich zeitig mit der Pflege angefangen habe. Ich hatte am Bauch – abgesehen von der linea nigra, die sich vom Bauchnabel bis zum Schambein abzeichnete – keine weiteren Spuren der Schwangerschaft. Aber pflegen allein hilft nicht. Die Gene haben auch einen nicht unerheblichen Anteil daran, ob die Haut reisst oder nicht. Die Spuren, die man am Ende behält, sind Spuren, die an eine ganz besondere Zeit im Leben erinnern. Man hat ein Wunder in sich getragen. Ein Wunder, dass einen glücklich und stolz macht. Da rücken dann die Veränderungen ganz schnell in den Hintergrund, oder?

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