Breadcrumb

Wie halte ich mich in der Schwangerschaft fit?

artikel
artikel
Von Susann / 14. August 2018
Werde-Mama-Kolumne

Schwangerschaftsyoga und Co.

Sport ist schon immer Teil meines Lebens gewesen. In meiner Kindheit und Jugendzeit habe ich immer Vereinsport gemacht und meine Studienzeit war durch das Sportstudium und regelmäßige Besuche im Fitnessstudio geprägt. Ich muss sagen, dass ich dadurch immer eine sehr gute Beziehung zu meinem Körper hatte und was man sehr liebt, dass sollte man auch pflegen.

Mein Gynäkologe und meine Hebamme sagten mir, dass Frauen, die auch in der Schwangerschaft aktiv waren, es während der Schwangerschaft und auch während der Geburt oft leichter hatten. Natürlich sollte das gewählte Sportprogramm für den Körper nichts gänzlich Neues sein. Wer noch nie einen Marathon gerannt ist, sollte vielleicht nicht unbedingt in der Schwangerschaft damit beginnen exzessives Lauftraining zu betreiben.

In den ersten Monaten meiner Schwangerschaft fehlte mir der sportliche Ausgleich sehr, aber ich hatte einfach zu große Sorge, dass irgendetwas schief gehen könnte und so hielt ich mich mit sportlichen Aktivitäten zurück. Auch wenn es vielleicht total dämlich klingt, aber ich hatte schon Angst, wenn ich nur mal zu einem Termin sprinten musste, dass da irgendwas in mir zu doll geschüttelt wird. Ja nicht zu sehr überanstrengen. Bloß nicht das kleine Würmchen-Mini-Herz zu sehr beanspruchen. Ja, manche schwangere Frauen haben zuweilen sehr seltsame Gedanken. Bei mir war es jedenfalls so.

Als ich dann nun ins zweite Trimester startete, machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Sportprogramm für mich und den Bauchzwerg. Wenn man in der Großstadt lebt, ist es da wirklich nicht schwer schnell fündig zu werden. Viele Fitnessstudios bieten Schwangerschafts-Pilates oder Schwangerschafts-Yoga an. Auch an Schwimmhallen mangelte es nicht. Ich fand ein Studio direkt bei mir um die Ecke, das speziell nur auf Yoga und Pilates ausgerichtet war. Dem Kursplan konnte ich entnehmen, dass es dort einen Kurs gab, der sich „Yoga sanft“ nannte, 60 Minuten lang dauerte, Elemente der Rückenschule beinhaltete und sanfte Yogahaltungen, Atemübungen und Entspannung miteinander verband. Die nette Dame am Empfang teilte mir mit, dass dieser Kurs besonders gern von Schwangeren, älteren Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen angenommen wird. Also meldete ich mich kurzerhand an, kaufte eine Zehnerkarte und besuchte die empfohlene Einführungsstunde.

In dieser Einführungsstunde bekam man einen kleinen Einblick in die Theorie des Yoga und anhand der Übungen, die man in dieser Stunde absolvierte, sollte man dann entscheiden, ob man „Normales Yoga“ als Kurs wählte oder lieber eine Stufe ins „ sanfte Yoga“ runterschalten möchte. Da in dieser Stunde einige Übungen entweder in Bauchlage absolviert werden sollten oder die Bauchmuskeln besonders beansprucht wurden, entschied ich mich schon währenddessen innerlich für ein sanfteres Programm. Zudem wollte ich auch gleich eine andere Trainerin, da diese absolut nicht verstehen konnte, dass ich mich wirklich nicht auf meinen Bauch legen wollte. „Hab keine Angst! Dein Baby ist in deinem Bauch bestens geschützt.“ Gut, mag vielleicht so sein. Trotzdem ist es mega unangenehm. Ich konnte ja nicht mal zuhause im Bett auf der weichen Matratze auf dem Bauch liegen. Fühlte sich einfach unangenehm an. Also machte ich es auch nicht. Punkt. Soll sie da vorne sagen und denken was sie will. Ich hab den Kurs dann später immer bei einer anderen Trainerin absolviert. Sie war ganz wunderbar einfühlsam und hat mich Alternativübungen machen lassen, wenn alle anderen auf dem Bauch lagen.
Der Kurs zweimal pro Woche tat mir unglaublich gut. Ich fühlte mich nie ausgepowert und sondern trotzdem kraftvoll. Ich konnte viel besser schlafen und hatte so gut wie keine Rückenbeschwerden mehr. Diese Meditation in Bewegung empfand ich einfach als etwas ganz Wunderbares und kann es nur allen werdenden Mamas weiterempfehlen. Mein Wunsch für die Zukunft war es, auch nach der Geburt, diese ein bis zwei Stunden in der Woche nur für mich und Yoga zu finden. Wir sollten auf unseren Körper hören und herausfinden was uns gut tut und uns dabei nicht von anderen antreiben lassen, Dinge zu tun, die sich für einen selbst nicht gut anfühlen. Die Freude an der Bewegung und das Fit-Bleiben sollten auch in der Schwangerschaft Hand in Hand gehen.

Hier klicken, um einen Kommentar zu verfassen

Einen Kommentar schreiben:


Sport in der Schwangerschaft
Jetzt den nächsten Artikel lesen! Sport in der Schwangerschaft