Breadcrumb
  • Startseite  / 
  • Geburt
  •  /  Über das Wochenbett, warum es so wichtig ist & Tipps für diese Zeit

Über das Wochenbett, warum es so wichtig ist & Tipps für diese Zeit

artikel
artikel
Von Teresa / 12. Oktober 2018
Was ist das Wochenbett und wie lange dauert es?

Was bedeutet Wochenbett?

Das Wochenbett ist die erste Zeit nach der Geburt und dauert insgesamt ca. acht Wochen. Es ist eine ganz besondere und wertvolle Zeit für die neue Familie. Die Schwangerschaft liegt nun hinter einem, die Geburt ist vollbracht und nun ist er da, der kleine Mensch.

Es ist ein alter Begriff, der entstanden ist, als Mutter und Kind nach der Geburt noch mindestens eine Woche gemeinsam im Bett lagen. Nach der Zeit des Liegens schloss sich dann eine Phase an, in der Mutter und Kind gemeinsam in der sogenannten Wöchnerinnen-Stube blieben und versorgt wurden.

Heute gibt es zwar die “Wochenstation” im Krankenhaus, in der die Frau nach der Geburt in der Regel allerdings nur für höchstens drei Tage bleibt. Dann geht es nach Hause oder bei einer Hausgeburt oder Geburt im Geburtshaus sind Mama und Baby bereits zu Hause. Dann erfolgt die weitere Versorgung meistens durch eine Hebamme.

Was passiert im Wochenbett?

Es ist eine Zeit der Neuorientierung, die meist so intensiv und herausfordernd wie auch wunderschön ist. Ihr liegt ohne Frage ein ganz eigener Zauber zugrunde, voller Momente des Glücks, der Liebe und Faszination für das winzige neue Leben. Genauso ist diese Phase manchmal aber auch sehr anstrengend. Nicht nur das Baby muss sich erst einmal in der Welt zurecht finden, auch für die Mama bedeutet es wieder eine große Umstellung. Der Körper der Frau macht eine erneute Transformation durch, Wunden von der Geburt verheilen, schwangerschafts- und geburtsbedingte Veränderungen bilden sich zurück, die hormonelle Umstellung erfolgt, die Milchproduktion kommt in Gang und muss aufrecht erhalten werden. Aber auch die Geburt wird verarbeitet und zwischen Mutter, Baby, Vater und ggf. Geschwisterkindern werden ganz neue Beziehungen aufgebaut. Die Bedürfnisse des Babys bestimmen den Tag und es muss erstmal ein gemeinsamer Rhythmus gefunden werden. 

Wie der Name schon sagt, wird die meiste Zeit tatsächlich in und auf dem Bett verbracht und die körperlichen Aktivitäten beschränken sich auf ein Minimum. In den ersten Tagen legen sich die meisten Frauen freiwillig in ihr Bett – ihre Geburtswunden zwingen sie gewissermaßen dazu.

Es ist eine völlig natürliche Phase im Leben einer Frau nach einer Geburt und hat absolut gar nichts mit Krankheit zu tun. Vielmehr ist es eine Möglichkeit, sich von der Schwangerschaft zu erholen und das Geburts-Geschehen zu verarbeiten. Das Wochenbett soll der Mutter neben der Erholung auch Gelegenheit geben, neue Kraftreserven für die kommenden Monate mit einem Säugling zu schöpfen.

Wochenbett – Wie lange dauert es?

Nicht ohne Grund heißt es WOCHENbett. Es ist auch zu empfehlen, sich wirklich ausgiebig Zeit zu nehmen. In der Regel spricht man von sechs bis acht Wochen. Das klingt erstmal lange – manchen (werdenden) Mamas vielleicht zu lange, sodass sie das Wochenbett teilweise stark verkürzen oder ganz ausfallen lassen. Manchmal auch aus Unwissenheit. Letztendlich ist es natürlich immer eine persönliche Entscheidung, wie viel Zeit man sich nehmen und wie man sie verbringen möchte. Die Dauer ist individuell und von vielen Faktoren beeinflusst. Manche nehmen die Faustregel 7 Tage im Bett, 7 Tage auf dem Bett, 7 Tage um das Bett herum. Allerdings sollte zumindest das sogenannte Frühwochenbett jede Mama mit ihrem Baby wahrnehmen. Dies beginnt am ersten Tag nach der Geburt und dauert zehn Tage. Die Milchproduktion kommt in Gang, der Babyblues kann auftreten und überhaupt muss sich die Familie erst einmal finden. Stress sollte unbedingt vermieden werden. Das Frühwochenbett wird zur Abheilung der Geburtswunden benötigt und ist außerdem die Zeit der innigsten Verbindung zwischen Mutter und Kind. Das Spätwochenbett endet nach etwas acht Wochen und dient dem Anpassungsprozess an das Leben mit dem Kind, sowie der hormonellen Umstellung der Mutter.

Warum ist das Wochenbett eine so wichtige Zeit?

Mama und Baby haben in der Schwangerschaft und bei der Geburt Unglaubliches geleistet. Deswegen sollten nun Ausruhen und Entspannung auf der Tagesordnung stehen, um wieder Kraft zu tanken und dem Körper Möglichkeit zur Heilung zu geben. Der weibliche Körper verändert sich erneut und bewältigt wichtige Rückbildungsprozesse, während das Baby sich an das Leben außerhalb der Höhle anpasst. Vieles ist jetzt ganz neu und noch nicht aufeinander eingespielt.

Du kannst dir den Umstellungs- und Anpassungsprozess im Wochenbett mit der ersten Zeit in einer Beziehung zwischen Mann und Frau vorstellen – mit dem Unterschied, dass nun noch ein Kind dabei ist, dass die bisherige Beziehungskonstellation “durcheinander” bringt. Die ersten Tage gleichen der Zeit des Verliebtseins und der Euphorie. Sie sind gefüllt mit dem nicht mehr enden wollenden Glück und die Zeit scheint still zu sehen. Nach diesen Tagen kehrt dann langsam der Alltag ein. Müdigkeit und vielleicht auch Überforderung können sich nun bemerkbar machen. Irgendwann um die zweite oder dritte Wochen stellt sich dann meist eine Routine ein und auch unbekannte Konflikte zwischen dem Elternpaar können auftreten. Die ersten Wochen im Leben mit dem Neugeborenen können die Lebensgemeinschaft ganz schön herausfordern und fordern gewissermaßen eine Neuorientierung im gemeinsamen Dasein und Zusammenleben. Die Herausforderungen werden aber begleitet von der Liebe zu dem Kind und von Gefühlen des großen Glücks und Dankbarkeit. Daher entsteht bei Konflikten auch schnell wieder Harmonie.

Letztendlich ist diese Zeit eine ganz besondere und das erste kleine Abenteuer mit dem Kind. Viel ungestörte und gemeinsame Zeit ist nun wichtig, um behutsam in den neuen Lebensrhythmus zu finden und die Bindung zueinander zu stärken. Ruhe und Nähe sind wichtige Bestandteile.

Folgende Prozesse finden also in der Wochenbettphase statt:

  • Kennenlernen und Knüpfen eines lebenslangen Bandes
  • Verarbeitung und Integration des Geburtserlebnisses
  • Annehmen der neuen Situation
  • Körperliche Umstellung, Regeneration, Rückbildung und Heilungsprozesse
  • Milchbildung und Stillen
  • Anpassung an die neuen Gegebenheiten

Ich möchte gerne noch auf einzelne Punkte genauer eingehen, die von Bedeutung für das Wochenbetts sind:

Bonding im Wochenbett – Das Band zwischen Mutter und Kind wird geknüpft

Die erste Zeit nach der Geburt ist für dich und dein Kind besonders wichtig, um die bisher bestehende Bindung zu stärken. Das Wochenbett ist eine wunderbare Möglichkeit, um die intensive Nähe zwischen euch beiden zu spüren und zu genießen. Es ist wichtig, dieser Möglichkeit Raum und Zeit zu geben, denn Mutter und Kind sind gewissermaßen auf eine ganz enge Verbindung in den ersten Wochen angewiesen. Das Baby sucht von sich aus die Nähe, greift mit den kleinen Händen nach der Haut der Mutter, sucht Nähe, Wärme und Schutz, den es vorher in der Bauchhöhle hatte. Auch für deinen Partner ist es eine wunderbare Möglichkeit des Kennenlernens und für den Aufbau einer engen Verbindung.

Das Baby braucht Geborgenheit und Wärme, denn das kennt es aus dem Mutterleib. Auf das Kleine wirken so viele neue Eindrücke: visuelle Eindrücke, Geräusche, Gerüche, Berührungen, … Er ist quasi auf einen neuen Planeten gelandet, auf dem er sich erst einmal einfinden muss. Daher braucht es Sicherheit durch Nähe, Ruhe und Gewohntem, wie zum Beispiel die Stimme oder den Körpergeruch der Mutter. All das hilft dem Baby in der Welt anzukommen.

Auch für die Eltern ist es wichtig, ganz in Ruhe anzukommen und Zeit zu haben, das Liebesband zu knüpfen, das zeitlebens bestehen bleiben soll.

Was der Körper im Wochenbett alles leistet

In den Wochen nach der Geburt vollbringt dein Körper wieder unglaubliche Leistungen: eine umfangreiche hormonelle und körperliche Umstellungen findet statt, durch die dein Organismus wieder in seinen “normalen”, also “nicht mehr schwangeren” Zustand gebracht wird. Dadurch werden zum Beispiel auch die schwangerschaftsbedingten Wassereinlagerungen ausgeschwemmt, das Körpergewicht reguliert sich und auch die Atmung stellt sich nach der Entbindung um. Während die Atmung in der Schwangerschaft vorwiegend über die Brust stattfindet, stellt sie sich nun wieder zur Bauch-Brust-Atmung um. Die Organe rücken wieder an ihren Platz, wie beispielsweise das in der Schwangerschaft “hoch gedrängte” Herz.

Achtung: In den ersten Tagen nach der Geburt haben manche Frauen einen labilen Kreislauf, Herzklopfen, Schwindel, etc. Daher solltest du sehr achtsam beim Aufstehen sein. Kreislaufanregende Übungen vor dem Aufstehen können helfen. Deine Hebamme kann dich hierbei beraten.

Die Rückbildung der Gebärmutter

Beim Thema Rückbildung denken vermutliche viele Frauen vor allem daran, dass der Babybauch nach der Geburt hoffentlich bald wieder flach ist. Dabei ist, zumindest aus medizinischer Sicht, die Rückbildung von Gebärmutter und Beckenboden wichtiger.

Die Gebärmutter bildet sich im Verlaufe des Wochenbettes zu ihrer normalen Größe zurück, indem sich das Muskelgewebe durch die Nachwehen wieder zusammenzieht und die Veränderung des Hormonspiegels für eine besser Durchblutung sorgt und eine rückbildende Wirkung auf die Gebärmutter hat. Du kannst diesen Prozess zusätzlich durch Rückbildungsgymnastik unterstützen.

Wochenfluss

Beim Abheilen der Gebärmutter entsteht der sogenannte Wochenfluss. Er transportiert während der Wundheilung Plazentagewebe, Schleim und Blut aus deinem Körper ab. Länge und Intensität der Blutung hängen u.a. vom Geburtsverlauf ab, oder etwa ob die Plazenta bei einem Kaiserschnitt entfernt wurde. Entsprechend dem Heilungsverlauf ändert sich Menge und Zusammensetzung des Wochenflusses.

Um Infektionen zu vermeiden, solltest du in den ersten Wochen nach der Geburt auf Vollbäder verzichten und stattdessen lieber duschen. Deine Hebamme unterstützt dich aber bei all den Themen rund um Körperhygiene, den richtigen Umgang mit dem Wochenfluss und der Rückbildung der Gebärmutter. Die Rückbildung dauert etwa 6 Wochen. In dieser Zeit solltest du dich schonen, um z.B. eine Gebärmuttersenkung oder Inkontinenzprobleme zu vermeiden.

Gut zu Wissen: Die Blutungen sind direkt nach der Geburt für ca. 1 – 2 Tage in Periodenstärke, danach gehen sie zurück bis nur noch ein gelblicher Ausfluss vorhanden ist. Dieser sollte nach 4 – 6 Wochen beendet sein. Sollte die Blutungen wieder wesentlich stärker werden oder übel riechen und mit dem Auftreten von Fieber, Unwohlsein , Brustschmerzen oder anderen Symptomen einhergehen, solltest du dich unbedingt bei deiner Hebamme oder Arzt/Ärztin melden.

Wochenbett – Eine Zeit der Zuneigung und Fürsorge für die Mutter

Im Abschnitt davor habe ich bereits davon gesprochen, dass sich der Körper hormonell umstellt. Die Hormonschwankungen, denen du ausgesetzt bist, sind enorm – darüber sollten sich die Menschen, die dich in dieser Zeit begleiten bewusst sein und auch sich selbst gegenüber hilft es, um verständnisvoll mit sich selbst sein zu können. Manche Frauen fühlen sich nach der Geburt leer. Der Bauch, in dem bis vor kurzem noch die Bewegungen des Kindes spürbar waren ist nun leer, gefühllos und schwabbelig. Ein Gefühl von Verwundung und Einsamkeit kann eintreten. Deswegen ist es auch so wichtig, dass du als Mutter so nah wie möglich bei deinem Baby sein kannst. Frauen brauchen in dieser Zeit besonders viel Liebe, Zeit, Zuneigung und Fürsorge.

Stillen – eine ganz besondere Fähigkeit des Körpers

Das Stillen ist ein weiterer, ganz besonderer Aspekt, der im Wochenbett seinen Anfang findet. Das erste Mal trinkt das Baby in der Regel nach der Geburt von der mütterlichen Milch, die ihm einen guten Start ins Leben ermöglicht. Ab dem dritten Tag nach der Geburt ändert sich die Beschaffenheit der Milch. Bis dahin spricht vom sogenannten Colostrum – auch Kolostrum oder Vormilch.

Die Zeit vom „Milcheinschusses“ kann für Frauen oft anstrengend sein: die Brüste schwellen an und schmerzen. Auch das Stillen läuft nicht immer so einfach an, wie vielleicht gedacht. Auch, wenn es etwas Natürliches ist, muss es dennoch oft erst gelernt werden. Stillschwierigkeiten sind für die Mama meist eine große psychische Belastung. Daher ist es wichtig, in dieser ersten Zeit auch genug Ruhe zu haben, um das Baby entspannt anlegen zu können – ohne kritische Blicke oder nett gemeinte, aber irritierende Ratschläge. Auch körperlich ist das Stillen fordernd: Täglich werden anfangs ca. 500 ml, später ca. 750 ml Milch produziert.

Wochenbettdepression und Baby-Blues

Nach der Geburt tritt nicht selten der sogenannte Baby Blues ein. Ausgelöst wird diese melancholisch bis depressive Stimmung durch die hormonellen Umstellungen. Vor allem in den ersten Tagen macht sich das oft durch gesteigerte Empfindsamkeit bemerkbar, wie z.B. dadurch, dass die frischgebackenen Mamas schnell den Tränen nahe sind. Die hohe Sensibilität hat aber durchaus einen tieferen Sinn – wie eigentlich immer in der Natur: Die Mutter wird dadurch besonders empfänglich für die Stimmungen und Bedürfnisse des Babys und kann noch besser spüren, was es braucht.

Davon zu unterscheiden ist allerdings die Wochenbett-Depression. Andauernde Traurigkeit, Ängstlichkeit und Antriebslosigkeit sind Anzeichen dafür. Treten diese auf, solltest du dich mit deiner Hebamme in Verbindung setzen – sie kann dich begleiten und dich beraten.

7 Tipps für ein entspanntes Wochenbett

Du siehst, im Wochenbett ist so allerhand los 😉 Das alles kann dazu führen, dass die eigentlich wunderschöne Zeit des Kennenlernens nicht selten zu einer stressigen wird. Doch das muss nicht sein. Sicher gibt es einiges, das man nicht ändern kann, aber genauso gut eben auch manches, das man vorab (und in der Zeit) berücksichtigen, vermeiden oder bewusst machen kann.

Deswegen findest du hier einige Tipps für dich für möglichst viel Entspannung im Wochenbett, damit du die Zeit mit deinem Kleinen auskosten und genießen kannst.

Wie immer gilt aber, dass es sich hierbei um Impulse und Anregungen handelt. Es liegt mir fern Ratschläge zu erteilen und ich möchte eher dazu ermutigen, dass du für dich mitnimmst, was sich gut für dich anfühlt und die Inspiration dir hilft, einen guten Rahmen für dich selbst zu erschaffen und das Wochenbett individuell und passend für dich zu gestalten. Deine Schwangerschaft, die Geburt und du selbst sind einzigartig und so auch deine Bedürfnisse. Nicht jeder Tipp passt für jede Schwangere – muss auch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass der ein oder andere Impuls das Potential hat, das Wochenbett für dich so angenehm wie möglich werden zu lassen.

Tipp #1 Organisation im Vorfeld

Vorbereitungen im Vorfeld zu treffen, kann den Alltag im Wochenbett um einiges erleichtern.

Organisations-Tipp:

Ich liebe Listen. Sie verschaffen nicht nur einen Überblick über alles, sondern machen mir es auch leicht, meinen Kopf abzuschalten. Ich weiß nämlich dann, dass ich alles wichtige auf Papier habe und jeder Zeit auf den Zettel schauen kann, statt in meinen Gehirnwindungen herumsuchen zu müssen. Im Bezug auf das Wochenbett kann das zum Beispiel sein, den Alltag und die Tagesabläufe mit Geschwisterkindern zu strukturieren oder Erledigungen festzuhalten, die in dieser Zeit anfallen.

Tipp #2 Thema Essen

Nahrungsaufnahme ist in dieser Phase vielleicht eher ein notwendiges Übel – schließlich möchtet ihr als Eltern die Zeit mit dem Kleinen verbringen und außerdem musst du dich ja erholen. So kann das Thema zum nervigen “Stressfaktoren” werden, der sich aber auch vermeiden lässt, wenn man sich vorher kümmert. Essen kannst du beispielsweise vorkochen und einfrieren oder mit deinem Partner vorher absprechen. Vielleicht bringt auch jemand von euren Eltern was vorbei. Freunde, Familie oder eine Haushaltshilfe können eingebunden werden, um euch mit gutem Essen zu versorgen. Lass dir von Freunden und Familie lieber etwas gesundes zu Essen mitbringen, als den fünfzigsten Strampler.

Eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung ist für Mutter und Kind im Wochenbett jedenfalls sehr wichtig und sollte nichts sein, was man “einfach nicht schafft”. Beliebt und unterstützend sind Wochenbettsuppen: Sie geben der Mutter Kraft und Energie und sind zudem praktisch, sie vorgekocht und leicht aufgewärmt werden können.

Mittlerweile gibt es auch Lieferservice, der zum Beispiel Bio-Kisten bis vor die Wohnungstür bringt. Manche haben auch spezielle Mutter-Kind-Kisten, die frische und leckere Obst- und Gemüsesorten enthalten, die auch auf das Stillen abgestimmt sind.

Tipp #3 Hilfe für den Haushalt

Nehmt jede Hilfe an, die euch angeboten wird. Einkaufen, kochen, die Wohnung saugen, auf Geschwisterkinder aufpassen… Vor allem Freunde, die bereits Kinder haben wissen, was hilfreich ist und ihr solltet ihre Hilfe dankbar annehmen, wenn sie es anbieten.

Wenn dein Partner nicht zu Hause bleiben kann (unbedingt rechtzeitig darum kümmern!), kannst du bei deiner Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen. Die Haushaltshilfe kann von einem Familienpflegedienst gestellt werden.

Je entspannter und stressfreier ihre die Wochenbettzeit gestaltest, desto mehr könnt ihr euch dem Kennenlernen und Zusammensein widmen, es genießen und du dich von den Strapazen der Geburt erholen.

Tipp #4 Besuche planen

Überleg dir im Vorfeld wer wann zu Besuch kommen darf. So schön Besuch ja auch ist, im Wochenbett kann er auch sehr anstrengend sein. 

Überlege dir daher schon vorher mit deinem Partner, wie ihr es organisieren möchtet. Wer darf bei einer Klinikgeburt schon dort vorbeischauen? Wen möchtest du zu Hause empfangen und ab wann? Möchtest du lieber nur wenig Besuch auf einmal oder kannst du dir auch eine kleine und kurze Baby-Willkommens-”Party” nach der Frühwochenbett vorstellen? Dann könnt ihr ein paar Freunde auf einmal einladen und habt die restliche Zeit Ruhe für euch.

Tipp #5 Schlafen, wenn das Baby schläft

Diesen Satz hört Frau vielleicht immer wieder und das mit gutem Grund, denn die Nächte sind meistens kurz und Schlafmangel kann die Wochenbettzeit wirklich anstrengend machen. Die Wachzeit des Babys möchte man ja auch mit ihm verbringen und daher bietet es sich wirklich gut an, es dem Baby gleichzutun, wenn es schläft.

Tipp #6 Bewegung

Versuche vorsichtig wieder in Bewegung kommen – es wirkt Wunder. Klar, solltest du die Anfangszeit überwiegend im Liegen verbringen und deinen Körper schonen. Es ist aber auch wichtig,

Deine Hebamme kann dir auch Wochenbettgymnastik zeigen, die du ganz wunderbar durchführen kannst. Sie weiß auch, wann du damit beginnen kannst, denn das hängt immer auch von der individuellen körperlichen Verfassung, wie z.B. von Geburtsverletzungen ab. Gut sind auch kurze Spaziergänge, die jeden Tag ein kleines bisschen erweitert werden – je nach Zustand und Wochenbett-Tag versteht sich.

Tipp: Stehe vom Liegen über die Seite auf. Das trainiert die schrägen Bauchmuskeln und schont den Beckenboden.

Tipp #7 Hebammenbegleitung

Dir steht im Wochenbett Hebammenhilfe zu, deren Kosten von der Krankenkasse übernommen wird. Sie begleitet dich, steht dir bei Fragen und Schwierigkeiten zur Seite, kontrolliert die Gebärmutterrückbildung, hilft beim Stillen und der Pflege des Neugeborenen, etc. In den ersten zehn Tagen steht dir die Betreuung täglich zu.  Danach kannst du in der Regel 16 weitere Hausbesuche im Umfang der Wochenbett-Nachsorge im zeitlichen Rahmen von acht Wochen nach der Geburt in Anspruch nehmen. Hierbei beobachtet sie u.a. die Entwicklung des Babys und begleiten den Prozess des Stillens in allen Facetten. Sollten die gesetzlich vorgesehenen Hausbesuche nicht ausreichen, kann dir deine Ärztin weitere auf Rezept verordnen, z.B. bei bei Still- oder Ernährungsproblemen. Neben den genannten Aufgabenbereichen kommt aber noch ein weiterer hinzu, der mindestens genauso wichtig ist: Die emotionale Unterstützung der Eltern. Denn die kompetente Beratung und Begleitung beschränkt sich nicht nur auf die Körperfunktionen, sondern richtet sich auch auf die seelische Situation. Die Hebammenbegleitung ist also sehr umfangreich und ganzheitlich ausgerichtet. Und sehr wertvoll.

1Kommentar
Alle Infos zur 40. Schwangerschaftswoche | Werde Mama - 29. November 2018

[…] – Wie du dich ganzheitlich auf die Geburt vorbereiten kannstÜber das Wochenbett, warum es so wichtig ist & Tipps für diese ZeitWassergeburtHypnobirthing – Die natürliche GeburtWie finde ich die passende Hebamme?Dinge, die bei […]

Hier klicken, um einen Kommentar zu verfassen

Einen Kommentar schreiben: