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Dinge, die bei der Geburt passieren, über die keiner spricht

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Von Teresa / 27. August 2018
Dinge, die bei der Geburt passieren, über die keiner spricht

Rund um die Geburt gibt es ein paar Themen, die von Scham behaftet sind und über die Frau, Ratgeber & Co selten sprechen. Ganz nach dem Motto: What happens im “Geburtsbett”, stays im “Geburtsbett”! Zeit für Entschamifizierung! Lass uns über die unangenehmen, komischen und unschönen Fakten und Fragen sprechen.

Wie soll das Baby durch die Vagina passen, wenn sie manchmal schon Probleme mit einem Tampon oder Penis hat? Klar, wir wissen, dass es geht und haben spätestens im Sexualkundeunterricht in der Schule gelernt, dass die Vagina elastisch ist, aber… Was kann passieren, wenn durch die relativ kleine Körperöffnung, ein verhältnismäßig großes Baby gepresst wird? Ich sage nur DAMMRISS! Und bildet sie sich danach wieder zurück, nachdem sie SO stark gedehnt wurde?

Je größer der Bauch wird, desto lauter werden für viele Schwangere auch solche Fragen und desto größer werden manchmal auch die Ängste, rund um Dammschnitt, Nachgeburt & Co.

Wenn wir uns die einzelnen Themen gleich anschauen, soll dich das nicht abschrecken oder Angst machen – vielmehr soll es dich vorbereiten und aufklären, damit sie dich am Tag X nicht total überraschen und du die Chance hast, Fragen und Unklarheiten auch vorab mit deiner Hebamme und Ärztin zu besprechen.

Zum Zerreißen – der Dammriss

Wenn sich das Kleine, mit Köpfchen voran, auf den Weg “nach Draußen” macht, wird der Intimbereich ganz schön strapaziert und muss im wahrsten Sinne des Wortes Großes vollbringen. Auch, wenn das Baby so ein kleines Wesen ist, hat es doch seine Größe und für viele ist es unvorstellbar, wie es mit seinen breiten Schulter”chen” überhaupt DA DURCH passen soll. Wunder Natur macht es möglich, aber dabei kann es auch zu Rissverletzungen am Damm kommen. Als Damm bezeichnet man den Bereich zwischen Scheide und Anus. Durch den Druck und die Dehnung wird dieser Bereich sehr beansprucht und nicht selten reißt dadurch das Gewebe zwischen dem Ausgang bzw. der äußeren Öffnung von Scheide und After.

Die Verletzung wird  je nach Ausmaß und Größe in Dammrisse des ersten, zweiten, dritten und vierten Grades eingeteilt. Die meisten Dammverletzungen sind ersten oder zweiten Grades. Die kleineren Risse müssen nicht genäht werden und machen nach zwei Wochen kaum noch Probleme. Schmerzen und Schwellungen sind möglich, aber das Gute ist, dass die Wunden relativ schnell, gut und ohne größere Komplikationen verheilen, sodass Frau später kaum Beschwerden haben sollte. Bei Verletzungen dritten oder vierten Grades ist auch der Schließmuskel am After verletzt und es dauert ein bisschen länger, bis die Muskelfunktion sich wieder normalisiert. Die Wunde muss außerdem genäht werden. 

Insgesamt ist der Heilungsverlauf bei Dammrissen aber gut, denn der Genitalbereich ist extrem gut durchblutet.

Übrigens ist es meist kaum zu spüren, wenn der Damm reißt und ist längst nicht so schlimm wie er klingt. Mit einer Dammmassage und anderen Maßnahmen kann das Risiko gesenkt werden bzw. vorbeugend etwas getan werden, um den Riss möglichst klein zu halten. Die Dammmassage kann und sollte bestmöglich ein paar Wochen vor der Geburt begonnen werden und du kannst sie ganz einfach selbst durchführen. Mehr dazu erfährst du im Artikel über Dammpflege zur Vor- und Nachsorge.

Dammschnitt – gefürchtet und leider oft auch unnötig

Der hört sich schlimmer an, als er oft ist und dennoch, schön ist anders, denn ein Dammschnitt durchtrennt auch Nerven und Blutgefäße, heilt langsamer als ein Riss und bedarf einer guten medizinischen Nachversorgung (z.B. ist es wichtig, dass es sauber und richtig genäht wird).

Obwohl er heute längst nicht mehr als Standardeingriff bei fast jeder Geburt eingesetzt wird, gibt es einige Stimmen die sagen, dass er immer noch viel zu oft unnötig durchgeführt wird. Manchmal ist er allerdings auch erforderlich, zum Beispiel, wenn die kindlichen Herztöne absinken und die Geburt beschleunigt werden muss. In den medizinischen Leitlinien sind die Indikationen festgehalten, jedoch wird der Eingriff eben leider oft noch darüber hinaus durchgeführt.

Bevor der Schnitt gemacht wird, wird die Stelle evlt. lokal betäubt. Ist der Geburtsvorgang allerdings schon entsprechend fortgeschritten, ist das nicht mehr nötig, weil die Nerven in diesem Bereich nicht mehr durchblutet sind und du damit auch nichts mehr spürst.

Nach dem Dammschnitt wird die Wunde gereinigt und anschließend meist mit einem Faden vernäht, der sich nach einiger Zeit von selbst auflöst. Die Wunde ist nach etwa sechs Wochen verheilt.

Ein gerissener Damm heilt häufig besser und schneller als ein Dammschnitt, u.a. weil beim Dammriss die Blutgefäße und Nerven weniger verletzt werden

Good to know:  Wenn Frauen bei der Geburt permanent und gut betreut und angeleitet werden, finden nachweislich deutlich weniger Dammschnitte statt. Es gibt auch Studien, die den Zusammenhang zwischen einer intensiven Geburtshilfe/-betreuung und einer komplikationsfreien Geburt belegen. Daher ist die konstante und richtige Betreuung der gebärenden Mutter während der Geburt auch so wichtig. Die Hebamme und eine Doula können beispielsweise unterstützen. In Kliniken ist das Personal leider oft so schlecht besetzt, dass eine durchgängige Betreuung, z.B. durch die Hebamme, nicht möglich ist. Mit diesem Wissen, kannst du dich aber bereits im Vorfeld um eine gute Betreuung und Begleitung kümmern, dich rechtzeitig um eine eigene Hebamme kümmern und ihre fachliche Betreuung besprechen und dir ggf. ins “Geburtsteam” holen.

Tipp: Wenn du keinen Dammschnitt haben möchtest – außer, wenn es für das Baby notwendig ist, dann sprich das am Besten vorab bei den Vorsorgeuntersuchungen mit der betreuenden Ärztin ab, schreibe es in deinen Geburtsplan und besprich mit deinem Geburtsbegleiter, deinem Partner und/oder einer Doula, dass nur im Notfall ein Dammschnitt durchgeführt werden soll und sie die Ärztin/Arzt über deinen Wunsch informieren bzw. es nochmal in Erinnerung rufen.

Schamthemen Stuhlgang & Einlauf

Ein Thema, dass “groooße” Sorgen bereitet und ganz viel Entschamifizierung braucht. Stuhlgang unter der Geburt ist nämlich etwas ganz Normales und gehört zum Geburtsvorgang einfach dazu – ein “Nebenprodukt” sozusagen, das zwar bei viele Frauen unerwünscht ist, aber trotzdem bei den meisten anfällt.

Warum das so ist?

Während der Austreibungsphase sind Muskeln beim Pressen beteiligt, die auch beim Stuhlgang zum Einsatz kommen. Außerdem liegt der Enddarm direkt neben dem Geburtskanals und es ist nur praktisch, wenn dieser entleert, was dem Baby “im Weg” ist.

Keine Sorge wegen der Hebamme oder wer sonst noch ganz nah am Geschehen ist. Sie kennt das, wird sich weder ekeln noch komisch über dich denken oder ein großes Aufsehen darum machen, sondern ganz routinierten, unauffällig und diskret damit umgehen.

Tipp: Der Versuch, eventuellen Stuhlgang zurückzuhalten, ist ganz und gar nicht förderlich für den Geburtsverlauf, denn er hält auch das Baby zurück. Sieh den Stuhlgang als eine Bestätigung, dass du effektiv presst und somit als etwas Gutes, statt als etwas Peinliches und Unerwünschtes.

Was helfen kann ist ein Einlauf. Manche sagen, er habe keinen großen Nutzen und sei nur unangenehm, ohne wirklich zu helfen. Andere wiederum schwören darauf – schon alleine wegen der psychologischen Wirkung. Einlauf für hemmungsloses Pressen quasi, ohne der quälenden Sorge, dass während einer Wehe unerwünscht Darminhalt austreten könnte. Wobei gesagt sei, dass es trotz Einlauf passieren kann – aber eben in einem geringerem Ausmaß.

Wenn der Enddarm sehr voll ist, macht ein Einlauf auch physiologisch Sinn. Das kann man ganz leicht bei der Untersuchung feststellen oder ist der Fall, wenn du schon seit mindestens einem Tag keinen Stuhlgang hattest.

Übrigens kann der Einlauf und die “Entlastung” dazu beitragen, dass die Wehentätigkeit stärker wird.

Daher überdenke schon vorab die Möglichkeit eines Einlaufs in Anspruch zu nehmen – ist weniger eklig, als sich es die meisten vorstellen und ausmalen. Der Klistier wird diskret eingeführt, Flüssigkeit rein, so elegant wie es für eine Schwangere eben möglich ist auf die Toilette “hüpfen” und sich erleichtern. Das wars. Gar nicht schlimm, doof oder peinlich.

Und wenn dann doch “ein Nebenprodukt abfällt”?! Sch*** egal. Hauptsache, es kommt auch ein gesundes Baby (oder wie viele auch auf dem Weg sind) heraus!

Von wegen süßes Baby – zerknautscht, bläulich, flutschig

Etwas das man besser nicht zu den frischgebackenen Eltern sagt, was aber einfach so ist und worüber wir jetzt mal ganz sachlich reden, damit du keine falschen Vorstellungen und Bilder aus Film & Co im Kopf hast.

Klar, dein Baby ist in deinen Augen mit Sicherheit das hübscheste der Welt – so soll es auch sein – aber mal ganz nüchtern betrachtet ist es das vielleicht nicht unbedingt in den ersten Minuten nach der Geburt. Lässt sich auch nicht schön reden, ist aber normal.

Von wegen zart-rosafarbene Babyhaut. Runzelig ist das Kleine und hat mehr falten, als der (besorgte bzw. zu diesem Zeitpunkt vermutlich erleichterte) Papa.

Eine weißliche, wachsartige Schicht bedeckt die Haut – die sogenannte Käseschmiere, die das Baby im Fruchtwasser geschützt hat.

Auch leichte Schwellungen und Blutergüsse sind möglich, denn nicht nur dein Intimbereich ist großem Druck ausgesetzt, sondern auch dein Baby auf dem Weg durch den Geburtskanal (und vor allem beim Einsatz von Geburtszange und Saugglocke). Aber keine Sorge, die werden bald wieder verschwinden.

Es kann auch sein, dass das Köpfchen ein bisschen unförmig aussieht. Das liegt an der “Knautschzone”, den Fontanellen. Die Schädelknochen sind beim Neugeborenen nämlich noch nicht zusammengewachsen. Aus gutem Grund: so lassen sich die Schädelplatten gegeneinander verschieben, wenn der Kopf durch den Geburtskanal gepresst wird und sie gewährleisten den Druckausgleich nach der Geburt. Die zwei Fontanellen kannst du auch bei deinem Baby spüren.

Als das Baby meiner Freundin zur Welt kam, sah der Kleine lange Zeit ein bisschen aus wie E.T. – so wurde er zumindest liebevoll von einer Bekannten genannt. Aber die Eltern betrachten das Leben, dass aus ihrer Liebe entstanden ist sowieso mit Staunen durch die Augen der Liebe – egal ob rosa oder bläulich, egal ob runzelig und flutschig oder glatt und weich: es ist und bleibt WUNDER-SCHÖN! Genau so, wie es ist.

Das war noch nicht alles – da will noch mehr aus dir raus

…und zwar das, was die letzten Monate dein Kleines versorgt hat. Warum sich die Hebamme über die Nachgeburt scheinbar genauso freut, wie über das Baby hat den Grund, dass es enorm wichtig ist, dass sie vollständig deinen Körper verlässt, sonst kann es zu Entzündungen kommen.

Nach der Geburt des Babys setzen also nochmal Kontraktionen der Gebärmutter ein und eine zweite (allerdings schmerzlose und leichte) Geburt findet statt: die, der Plazenta. Dazwischen liegen ungefähr 5 – 30 Minuten.

Auch, wenn die Nachgeburt nicht unbedingt schön bis eklig aussieht, hat die Plazenta doch einen guten Job geleistet und darf sich gebührend verabschieden.

Das erste Mal (danach) & die Krux mit dem Sitzen

Wir sprechen (noch) nicht von Sex, sondern vom ersten Toilettengang nach der Geburt und alles, was sonst noch rund um das Thema nach der Geburt auftritt. Zu den unangenehmen Seiten der ersten Tagen gehören Verstopfung, Brennen oder Jucken am After, die Risse in der Scheide brennen, Probleme und Schmerzen beim Stuhlgang oder eine Blasenschwäche. Kein Wunder, dass einige Frauen fast schon Angst haben, auf Toilette zu gehen. Ja, es ist nicht angenehm (wir wollen das ja gar nicht verharmlosen, sondern ehrlich sein), aber rauszögern ist auch keine Lösung. Darmträgheit ist ganz normal, trotzdem sollten Verstopfungs-Geplagte nicht völlig untätig sein, sondern auf entsprechende Ernährung, ausreichend Wasser, wenig Stress und dafür mehr Bewegung achten. Bei Frauen, die in der Klinik waren, reguliert sich die Verdauung oft auch von alleine, sobald sie wieder zu Hause sind.

Analvenenthrombosen (normal, harmlos und verschwinden auch ohne Therapie nach ein paar Wochen von selbst wieder) oder hat sich beim Pressen vielleicht auch eine Hämorrhoide heraus gedrückt?! So oder so, deine Hebamme kann dir hilfreiche Tipps geben, daher scheue nicht, das Thema anzusprechen.

Risse oder genähte Schnitte tun einfach weh – besonders wenn Frau darauf sitzt. Ob und wie stark sitzen für dich unangenehm ist, hängt natürlich davon ab, ob und wie stark du Risse oder einen Dammschnitt hattest, wie letztere vernäht wurde und überhaupt, wie groß die Strapazen für euren Intimbereich waren. Auch hier gilt: die Zeit heilt alle Wunden und du kannst diesen Prozess unterstützen, sowie mit ein paar Tricks dafür sorgen, dass Sitzen nicht ganz so qualvoll ist.

Tipp: Auch nach der Geburt sollte der Damm ein bisschen mehr Fürsorge also sonst bekommen und speziell gepflegt werden, um die Heilung zu unterstützen.

After-Birth-Dessous: Netzhöschen & Monsterbinde

Die Ablösung in der Plazenta hat eine Wunde in der Gebärmutter hinterlassen. Bis diese Wunde geheilt ist, sondert sie ein Wundsekret ab. Es kommt zum sogenannten Wochenfluss, der etwa 4-6 Wochen dauert.

In den ersten Tagen ist er sogar so stark, dass sich deine Binden schnell vollsaugen und dich ein bisschen einschränken bzw. unwohl fühlen lassen. Er wird von Tag zu Tag allerdings weniger und auch weniger blutig.

Der Wochenfluss erfordert allerdings das tragen von “After-Birth-Dessous: die unerotische Netz-Unterhose mit überdimensionale Einlage.

Tipp: Trage auch nach dem Wochenfluss weiterhin eine Binde. Du ahnst schon warum, oder? Richtig, es kann passieren, dass du hin und wieder ausversehen ein bisschen Wasser lässt. Zum Beispiel beim Husten, Sport oder Niesen. Grund dafür ist der Beckenboden, der nach einer Schwangerschaft erstmal wieder ein bisschen Training braucht, damit die Muskulatur wieder gestärkt wird.

Achtung Infektionsgefahr: Während des Wochenflusses ist die Gebärmutter sehr anfällig für Infektionen, weshalb eine achtsame und gute Intimhygiene wichtig ist.

Du siehst nach der Geburt immer noch schwanger aus

… denn nicht jedes Baby-Bäuchlein bildet sich gleich nach der Geburt zurück. Zwar erwartet wohl keiner, dass der Bauch gleich wieder flach ist, aber dass Frau aussieht wie im sechsten Monat erschreckt manche dann doch. Kein Wunder, die Gebärmutter hat sich während der Schwangerschaft um das 20-fache vergrößert und muss sich erst einmal zurückbilden. Das dauert ein paar Wochen.

Es kann auch ein Gefühl von Leere aufkommen, weil plötzlich das kleine Leben in deinem Bauch nicht mehr da ist. Manche Frauen macht das auch echt traurig und falls das bei dir so ist, musst du dich nicht doof und komisch deswegen fühlen.

Milcheinschuss, Nachwehen, Haarausfall und Schwitzen

Hallo Brüste! Etwa zwei bis drei Tage nach der Geburt schießt die Milch ein und sorgt für noch prallere, feste Brüste. Vielleicht fragst du dich, was daran denn nicht gut sein kann und dein Mann freut sich sicherlich auch, aber es kann wirklich unangenehm bis schmerzhaft sein und auch lästig.

Bis zum Milcheinschuss wird übrigens noch Vormilch produziert, die in der Regel ausreicht, um das Baby in dieser Zeit zu ernähren.

Was die Nachwehen betrifft: auch die können schmerzhaft sein und treten auf, weil bei der Rückbildung der Gebärmutter ihre Muskulatur zusammenzieht.

Nunja, die Schwangerschaft ist vorbei, aber noch nicht die Sache mit den Hormonen. Die stellen sich nämlich wieder um und das sorgt für Symptome wie vermehrtes Schwitzen und Haarausfall. Büschelweise! Aber keine Sorge, eine Glatze bleibt dir verschont und die neuen Haare sind auch schon in den Startlöchern. Was das Schwitzen betrifft hilft nur hinnehmen und öfter die Wäsche waschen. Die Hormone halt (Warnhinweis an die Männer: diese Aussage besser nicht zu deiner Frau sagen).

Emotionale Nach- und Nebenwirkungen

So viel Liebe. Ein Gefühl von innerer Wärme, die dich ausfüllt und einhüllt. So viel Zuneigung für dieses kleine Leben. Glücksgefühle. Aber eben auch all die bisher aufgeführten Folgen der Geburt. Wunde Brustwarzen, ein weicher Bauch, Wochenfluss, Milch- und Schweißflecken, … und der Babyblues. Ich sag´s nur ungern, aber die Hormone. In Kombination mit der neuen Lebenssituation und die Verantwortung für dieses kleine, neugeborene Leben, kann es schon mal zum Gefühl der Überforderung und emotionalen Instabilität kommen. Ganz normal und verfliegt innerhalb von ein paar Tagen wieder. Zu unterscheiden ist der Babyblues von der sogenannten Wochenbettdepression, die über die anfänglichen hormonell-bedingten Gefühlen und emotionalen Achterbahn hinausgeht.

Was das sexy Gefühl betrifft: es kommt wieder und noch eine erfreuliche Nachricht

Du kannst weiterhin guten Sex haben

Ja, die Vagina ist nicht mehr ganz so eng. Ja, der wunde Damm und Intimbereich verwehrt anfangs den Spaß im Bett. Aber alles gibt sich wieder und deinem Sexleben sollte nichts mehr im Weg stehen.

Einen Wermutstropfen kann es allerdings geben und zwar der, dass manche Frauen die Brustwarze als erogene Zone einbüßen. Zumindest vorübergehen.

Vielleicht erlebst du sogar eine ganz neue Form der Losgelassenheit und Unbekümmertheit, weil dich dich Erfahrungen der Geburt im Bezug auf Scham, Intimität und deine Bedürfnisse entspannter gemacht haben.

Hinweis: wegen der oben genannten Infektionsgefahr in den ersten Wochen, ist es sehr sinnvoll, neben der umfangreichen Intimhygiene Kondome zu benutzen, damit keine Erreger von der Scheide in die noch nicht vollständig ausgeheilte Gebärmutter aufsteigen. Sonst kann es zu Entzündungen kommen.

Tipp: Beckenbodentraining und Rückbildungsgymnastik tun auch dem Sex gut. Die Scheide nimmt innerhalb von sechs Wochen von allein ihre vorherige Form wieder an, doch ein “straffer” Beckenboden wirkt sich positiv auf das Lustempfinden beim Sex aus. Vielleicht ein weiterer Motivationspunkt für dein Rückbildungstraining 😉

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